Informationen aus der Rektoratskommission

21. Dezember 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen
Orientieren möchten wir Sie über die folgenden Punkte:

Fernunterricht von 4.-15. Januar 2021

Die St.Galler Regierung hat entschieden, dass in den ersten beiden Schulwochen im neuen Kalenderjahr kein Präsenzunterricht erlaubt ist. Mit dieser Massnahme will das Bildungsdepartement verhindern, dass nach den familiären Kontakten in der Festtagspause Ansteckungen in die Schulhäuser getragen werden.

Das Schulhaus bleibt darum für Schülerinnen und Schüler geschlossen. Für die Prüfungen gelten strenge Ausnahmebestimmungen gemäss kantonalen Weisungen. Diese Weisungen sind restriktiver als die Mitteilungen von letztem Donnerstag.

Als Rahmenbedingungen für den Fernunterricht gelten die unten stehenden Vorgaben der Schulleitung. Sie wurden bereits letzten Donnerstag publiziert und sind auch auf unserer Website (> Infopoint > Coronavirus) abrufbar. Gegenüber dem Fernunterricht im Frühling ergeben sich einige Änderungen, unter anderem die zwingende Online-Präsenz aller Schülerinnen und Schüler zum Unterrichtsbeginn jeden Morgen.

Schulkultur

  • Nach der ersten Phase des Fernunterrichts im Frühling wird in einer erneuten Phase erwartet, dass der Unterricht technisch, didaktisch-methodisch und pädagogisch funktioniert.
  • Digitalisierung und Fernunterricht fördern Selbständigkeit und Individualisierung.
  • Die Schulleitung hat Vertrauen in die Lehrpersonen, dass sie in Zusammenarbeit mit ihrer Fachgruppe und auf Grund von Rückmeldungen aus der Schülerschaft die beste Form finden.
  • Es gibt nicht eine einzige gute Form des Unterrichts, ebenso wenig gibt es eine einzige gute Form des Fernunterrichts.
  • Guter Fernunterricht zeichnet sich durch angemessenen Umfang und angemessenes Anspruchsniveau aus.
  • In jedem Fach, bei jeder Lehrperson, in jeder Klasse kann Fernunterricht anders sein.
  • Noch wichtiger als im Präsenzunterricht, wo man sich persönlich begegnet, wo man unmittelbar Fragen stellen oder an etwas erinnern kann, sind im Fernunterricht Verlässlichkeit und Verbindlichkeit auf Schüler- und Lehrerseite: klare Aufträge, termingerechte Erledigung, zeitnahe Rückmeldung.

Eckpunkte einer gemeinsamen Schulkultur im Fernunterricht

  • Jedes Fach hat wöchentlich einen Präsenzteil (online).
  • Die erste Lektion der Stammklasse an jedem Tag beginnt mit einem Präsenzteil.
  • Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht die volle Anzahl Lektionen online präsent sein.
  • Lehrpersonen können eine Online-Präsenz zu Stundenplanzeiten verlangen und kündigen dies bis am Vorabend um 18 Uhr an und tragen sie auf Teams ein.
  • Klare Aufträge fördern Selbständigkeit.
  • In regelmässigen Abständen erfolgt Rückmeldung über die erledigten Arbeiten.

Technische Überlegungen

  • Als Hauptplattform dient Teams (inkl. OneNote).
  • Im Online-Unterricht zeigen sich alle Beteiligten mit Live-Bild («get up, dress up, show up»).

Fachgruppen

  • Es findet regelmässiger Austausch statt – allgemein, methodisch-didaktisch, technisch.

Klassenlehrpersonen

  • Die Klassenstunden finden auch während Fernunterricht statt (vgl. «Feedback»).
  • Die Klassenlehrperson informiert sich bei zwei Schülerinnen bzw. Schülern wöchentlich über die Arbeitsbelastung und den Fernunterricht.
  • Die Klassenlehrperson informiert den Abteilungsvorstand über Probleme.

Fachlehrpersonen

  • Die Fachlehrperson kontrolliert die Präsenz. Der Einhaltung von Terminen kommt hohe Priorität zu.
  • Sie kontaktiert Schülerinnen und Schüler, die ihren Pflichten nicht nachkommen, direkt (Telefon, Videogespräch).
  • Falls dies nicht zielführend ist, informiert sie den Abteilungsvorstand (mit Kopie an die Klassenlehrperson).

Feedback

  • Die Klassenlehrperson tauscht sich wöchentlich mit der Klasse aus (vgl. «Klassenlehrperson»).
  • Der Abteilungsvorstand spricht ab der zweiten Woche mit den Klassenlehrpersonen, bei längerem Fernunterricht auch mit den Klassenvertretungen, die ihm Auffälligkeiten mitteilen.
  • Die Schulleitung tauscht sich mit den Fachgruppenvorsitzenden aus und steht für Fragen zur Verfügung.

Prüfungen

Vor Ort können unter Einhaltung des Schutzkonzepts nur Prüfungen in Fächern ohne ausreichende Notenbais durchgeführt werden (wenigstens zwei Prüfungen oder Arbeiten). Keine Prüfung im Schulhaus soll in Klassen durchgeführt werden, wenn folgende Mindestzahl an entsprechenden Noten in der Beurteilungsperiode bereits vorliegt.

  • 1. Klassen: zwei Prüfungen oder Arbeiten seit 1. August 2020*
  • 2. Klassen: zwei Prüfungen oder Arbeiten seit 1. Februar 2020
  • 3./4. Klassen: zwei Prüfungen oder Arbeiten seit 1. August 2019

*Für die Durchführung einer zusätzlichen, bereits angesagten Prüfung in der Probezeit kann ein begründetes Gesuch an den Rektor gestellt werden.

Die Nichtdurchführung von angesagten Prüfungen ist rechtlich zulässig, wenn eine ausreichende Notenbasis vorliegt.

Nachprüfungen

Für Nachprüfungen gilt grundsätzlich dieselbe Voraussetzung (ausreichende Notenbasis in der Beurteilungsperiode, s. oben): Wenn ein Schüler bzw. eine Schülerin noch nicht zwei Noten hat, soll die Nachprüfung durchgeführt werden.

Es liegt in der Kompetenz der Lehrperson, mit Augenmass eine Nachprüfung auch bei genügender Notenbasis durchzuführen, wenn die Klasse die ordentliche Prüfung vor dem 19. Dezember geschrieben hat und eine Schülerin bzw. ein Schüler zu diesem Zeitpunkt gefehlt hat.

Keine Online-Präsenz an Prüfungs-Halbtagen

Wenn Schülerinnen und Schüler für Prüfungen zur Schule kommen, können sie nicht gleichzeitig unterwegs sein und an einem Online-Unterricht teilnehmen. Es ist deshalb bei der Unterrichtsplanung darauf zu achten, dass von Klassen an ihren Prüfungshalbtagen keine Online-Präsenz verlangt wird. Aufträge dürfen an den entsprechenden Tagen jedoch zurückhaltend im Rahmen einer Lektion gestellt und eingefordert werden.

Abgesagte Prüfungstermine löschen

Nesa-Einträge für Prüfungen, die auf Grund der kantonalen Vorgaben nicht durchgeführt werden dürfen, müssen auf Nesa gelöscht werden. In Absprache mit der Klasse kann ein späterer Termin vereinbart werden.

Bestätigung von Prüfungsterminen

Lehrpersonen, die mit einer Klasse unter den genannten Bedingungen eine schriftliche Prüfung im Haus durchführen, bestätigen der Klasse diesen Termin in einer E-Mail-Nachricht und setzen die Kolleginnen und Kollegen des Klassenteams - mindestens diejenigen, die am betroffenen Halbtag unterrichten - ins Cc, damit diese wissen, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler an diesem Halbtag für Online-Präsenz nicht zur Verfügung stehen. Dadurch dass die abgesagten Prüfungstermine nicht mehr auf Nesa stehen, ist in den Klassenplänen die Prüfungsbelastung der Klasse gut einsehbar.
Wenn eine Lehrperson für eine Klausur in ein grösseres Zimmer ausweichen möchte, kann sie die Kollegin bzw. den Kollegen anfragen, der dort stundenplanmässig Unterricht hätte, ob das Zimmer zu diesem Zeitpunkt frei ist.

Fragen?

Für Fragen stehen die Schulleitungsmitglieder gerne zur Verfügung, wegen der Ferien dauert die Antwort je nach Festtag etwas länger.

Und zum Schluss noch dies

Christof Breitenmoser hat mit seiner Gesangsklasse in einem Online-Projekt ein Weihnachtslied aufgenommen. Geniessen Sie das Lied und die Weihnachstzeit.